Geburtstagfest – genäht, gebacken, geliebt (Teil 1)

Ihr Lieben,

ja, es gibt mich noch. Die Nähmaschine rattert, doch irgendwie schaff ich es im Moment einfach nicht zu schreiben. Und da der Blog keine Pflicht, sondern Spaß sein soll, hat es bis heute gedauert bis Ihr endlich wieder etwas zu lesen bekommt. Achtung dafür werdet Ihr heute überschwemmt :-). Diesmal wird gebacken und genäht….

Ich kann es immer noch nicht glauben, nun ist unsere kleine Maus schon zwei Jahre alt ist. Wo ist nur die Zeit geblieben? Eigentlich ist sie doch noch ein kleines Baby. Nein nicht wirklich, sie ist eine richtig wilde, quirlige, fröhliche Zweijährige die genau weiß was sie will. Einerseits frage ich mich, wie die Zeit nur so schnell vergehen konnte, andererseits hab ich das Gefühl mich gar nicht mehr erinnern zu können wie die Zeit ohne sie war. Oft würde ich am liebsten die Zeit einfach für einen Moment anhalten (oder besser gesagt für viele Momente), mir geht das alles viel zu schnell und ich habe manchmal Angst, dass ich Morgen aufwache und die Kids ausgezogen sind.

Nun war er also da, der Tag an dem unsere Tochter geboren wurde. Ihr zweiter Geburtstag. Ich glaube, ich bim am Abend nervöser als meine Kinder. Ich hoffe immer, dass es der schönste Tag für sie wird und habe große Angst etwas vergessen zu haben. Und dann kommt noch eine große Sentimentalität dazu. Immer wieder schaue ich auf die Uhr und denke an die Geburt zurück. Jetzt war ich auf den Weg ins Krankenhaus, jetzt bin ich spazieren gegangen usw. Ach ja, was für eine Aufregung. Ob das wohl im Laufe der Zeit besser wird…..

Hier seht ihr den Geburtstagstisch für unsere Maus.

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Da sie ja ein Mädchen ist, schreibe ich zuerst einmal über ihr Outfit 🙂

Wir kommen ja aus München, sie ist eine geborene Münchnerin und bald fängt die Wiesn (oder anders gesagt, das Oktoberfest) an, deshalb braucht sie natürlich auch ein Dirndl. Aber nur eines für die Wiesn, ist viel zu schade, so gab es das Dirndl schon zum Geburtstag und wird zu allen Feierlichkeiten getragen – und da gibt es in diesem Jahr noch so einige 🙂

 

Hier ist es also, ich sage Euch, ich glaube dieses Nähergebniss hat mich bis jetzt am aller glücklichsten gemacht…

 

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Wahnsinnig gerne hätte ich Euch das Bild mit Gesicht gezeigt, aber ich möchte meine Kinder zumindest so lange schützen, bis sie selbst entscheiden können ob sie sich zeigen möchten oder nicht. Aus der Ferne dürft Ihr auch einen Blick auf den stolzen Bruder werfen 🙂

 

Kind und Dirndl samt Bluse sind also komplett selbst gemacht :-).

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Zum genaueren anschauen, nochmal das Dirndl ohne Kind. Hier mit blauer Geburtstagsschürze. Da aber nicht immer Geburtstag ist, wurde noch eine zweite gebraucht.

 

 

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Das ist unsere zweite Schürze. Die Bluse ist mit kleinen Spitzen versehen und die Schürze wird am letzten Knopf befestigt. Auch konnte ich meinen Zierstichen nicht widerstehen, so habe ich das Oberteil damit versehen und am Rockteil den Saum auch mit dem gleichen Stich vernäht (leider habe ich davon im Moment kein Foto)

Das E-Book dazu findet Ihr hier: http://www.mondbresal.de/Ebooks/Ebook-Kinderdirndl-Vroni-mit-Schuerze-und-Bluse::39.htm

Ich finde den Schnitt unglaublich toll und es passt wahnsinnig gut. Also für alle Bayern, schon fast ein must-have :-). Allerdings ist es in unserem Fall fast ein bisschen klein ausgefallen, so dass ich den oberen Teil zwei Mal genäht habe. Es hat ein paar Abende in Anspruch genommen, aber das lag hauptsächlich daran, dass es immer wieder angepasst wurde. An einer Stelle wurde es ein bisschen knifflig, das war vorne beim Schlitz. Unter der Schürze befindet sich ein Schlitz, damit es leichter zum an- und ausziehen geht. Diesen habe ich mit kleinen Druckknöpfen versehen, so dass er geschlossen bleibt, auch wenn die Schürze verrutscht. In der Anleitung wird dieser mit einer sichtbaren Naht genäht, deshalb hab ich dann diese Naht rechts auf rechts genäht, so dass sie nicht sichtbar ist. Ich danke Mama für Ihre Hilfe. Die Bluse war leider eine Nummer zu klein und deshalb schwer an- und auszuziehen. Deshalb habe ich sie vorne offen gelassen und mit kleinen Druckknöpfen versehen, so passt sie jetzt, hoffentlich bis zum Winter. Ich denke wenn Ihr schon ein bisschen Näherfahrung habt, schafft Ihr das leicht. Die Stoffe hab ich übrigens beim Karstadt Oberpollinger in München am Stachus gekauft. Dort gibt es im Moment wirklich schöne Trachtenstoffe und die Verkäuferinnen helfen auch bei der Auswahl.

Da unsere Tochter im Moment Kühe über alles liebt, bekam sie einen Kuhkuchen von uns. Für das Backen bin ich zuständig, die Verzierung bzw. Ausarbeitung machen mein Mann und ich dann zusammen. Ist irgendwie inzwischen schon Tradition und ich liebe Traditionen 🙂

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Wer Lust hat ihn nachzubacken, hier das Rezept.

Ihr stellt einen ganz normalen Schokolandenbiscuit in einer Springform her. Nehmt dafür einfach Eurer Lieblingsrezept. Ich habe dieses genommen http://www.chefkoch.de/rezepte/552531152889187/Gisa-s-Schokobiskuit.html

Dann malt Euren Springformboden auf ein Blattpapier und faltet dieses und schneidet eine Spitze heraus. In etwa so, wie auf dem ersten Bild. Das ganze sollte dann wie auf dem zweiten Bild aussehen. Schneidet Euch Eure Schablone so lange zurecht, bis Euch der Kuhkopf gefällt.

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Diese Schablone legt Ihr nun auf Euren umgedrehten Kuchen und schneidet sie aus. Bitte in einem Rutsch, denn die Spitze sind dann Eure Hörner.

Nun braucht Ihr noch eine Ganache. Diese macht die Torte schön glatt, das Fondant hält und Ihr könnt die Hörner richtig gut befestigen. Ich habe dafür dieses Rezept verwendet http://ofenkieker.de/grundrezepte/cremes-frostings-fullungen/ganache/ ACHTUNG sie braucht 6-8 Stunden zum ziehen, also unbedingt schon vorher machen. Ich habe das erste Mal eine gemacht und fand sie Anfangs wahnsinnig flüssig, aber nach 7 Stunden war sie richtig schön Schnittfest. Nehmt am besten die doppelte Menge, so könnt Ihr den Kuchen in der Mitte teilen und noch mit einer dünnen Ganache-Schicht füllen. Danach benutzt Ihr sie als Kleber für die ausgeschnitten Spitzen und klebt diese als Hörner an den Kopf und ich sage Euch sie halten richtig gut. Nun wird die ganze Torte mit Ganache eingestrichen, achtet dabei darauf das sie schön glatt wird. Das ganze wird jetzt in den Kühlschrank gestellt. Wir haben die Kuh mit Fondant überzogen (das war absolute Premiere für uns), Ihr könnt aber auch Marzipan nehmen. Das Fondant haben wir mit Stärke ausgerollt und nicht wie auf der Packung beschrieben mit Puderzucker. Da die Masse so wahnsinnig süß ist, wollten wir sie nicht noch süßer machen. Das ganze wurde dann also mit Fondant überzogen. Dafür habe ich mir als Hilfe erstmal dieses Video angeschaut https://www.youtube.com/watch?v=TafjeiNRRe4 Traut Euch ruhig, es ist zwar nicht die schönste Arbeit, aber mit ein bisschen Geduld machbar :-). Dann wurde es ein bisschen knifflig. Wir wollten eigentlich unbedingt eine gefleckte Kuh und haben auf unterschiedliche Art und Weise versucht Flecken herzustellen. Fondant mit schwarzer Farbe gefärbt, ich sage Euch das funktioniert überhaupt nicht. Das Fondant wird zäh und klebrig und das ganze wird einfach nur ein unappetitliches grau. Marzipan mit Kakao eingefärbt, die Kuh sah nur noch krank aus. Irgendwann haben wir uns im Internet Kuhbilder angeschaut und mit Freude festgestellt, Kühe haben im Gesicht überhaupt keine Flecken :-). Was für ein Glück. So haben wir die Kuh einfach nur mit Kakao eingerieben. Die Nase und die Zunge sind aus roten Marzipan. Da dieses auf dem Fondant nicht hält, haben wir es mit Puderzuckerglasur (Puderzucker und Zitronensaft) festgeklebt. Die Nasenlöcher und die Augen sind wieder aus Fondant und die Pupillen und Wimpern aus Marzipan mit Kakao. Kerze drauf und fertig :-). Fondant bekommt Ihr online oder auch beim Karstadt oder Kaufhof. Allerdings nicht immer in bunten Farben, deshalb haben wir rotes Marzipan verwendet, Ihr könnt aber stattdessen natürlich auch rotes Fondant verwenden.

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Übrigens wird die Torte durch das Fondant richtig stabil. Wir haben dieses Jahr den Geburtstag mit der ganzen Verwandschaft im Tierpark gefeiert und die Kuh musste von zu Hause, durch den Tierpark bis zum Biergarten geschafft werden und seht sie hat es ohne einen Schaden überlebt. Nur nach Hause kam sie nicht mehr zurück :-). Zu guter letzt gab noch eine singende Kerze und die Jahreszahl dazu.

Seid Ihr noch da? Oder habt Ihr schon aufgehört zu lesen 🙂

Nachdem es schon jetzt so viel Text ist, werde ich Euch Morgen den zweiten Teil schreiben. Da geht es dann um Pferde, viel Schokolade und kostenlosen Anleitungen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend,

liebe Grüße Eure Melissa

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Ein Gedanke zu “Geburtstagfest – genäht, gebacken, geliebt (Teil 1)

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